17 Jahr wieder da

Verliebt in Kreuztal

Da ist der, der im Mai versprochene Bericht zum Konzert. Denn bei unserem zweiten von drei November-Terminen in der Kreuztaler Stadthalle ließen wir uns wieder musikalisch von Götz Alsmann in die vergangenen Tage italienischer Schlager entführen. Inzwischen ist das Album zum aktuellen Programm erschienen, so daß wir etwas textsicherer dem Auftritt entgegengefiebert haben. Allerdings konnten wir nicht mit den älteren Menschen mithalten, die die Lieder aus ihrer Jugend kannten. Gerade bei Götz und einigen Kabarettisten haben wir oftmals den Eindruck, den Altersschnitt nach unten zu ziehen. 🙂

Kommt ein bißchen mit dem breiten musikalischen Spektrum, das wir abdecken. Wie im letzten Bericht erwähnt, war es zehn Jahre her, daß wir Götzi mit Band live gesehen hatten. Aber für die Band war es noch länger her, daß sie vor Ort aufgetreten sind. Laut Bandleader standen sie das letzte Mal vor siebzehn Jahren auf der Kreuztaler Bühne. Wir können uns noch gut an das Konzert erinnern. Da fragt man sich schon, ob der Eindruck mit dem Altersschnitt stimmt. 🙂

Oft werden wir gefragt, warum man sich ein Programm zweimal anschaut. Zum einen, weil uns Künstler und Konzerte interessieren und zum anderen, wie in diesem Fall, ist jedes Konzert anders. In diesem besonderen Fall konnten wir gar nicht anders, denn die Musiker aus dem Münsterland rufen laut nach meiner Mitbloggerin. Auch wenn das Lied nicht für sie geschrieben wurde, fällt es schwer, diesem sympathischen Ruf nicht zu folgen.

Neben „Carina“ standen natürlich wieder bekannte italienische Schlager auf dem Programm, die die fünf Musiker gutgelaunt zum Besten gaben.
Dazwischen erzählte Götz Alsmann auf seine eigene Art kleine Geschichten. Die Italienreise der Band stand einmal im Fokus und Götz beschrieb das, von Ennio Morricone Studio. Prompt stimmte er die Bekannte Sequenz aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ an. Die Erwiderung des Publikums fiel beim ersten Versuch so mager aus, daß er das den ganzen Abend immer wieder als Running Gag einbaute.

Zu „Azzuro“ beschrieb er einen langen zurück liegenden Fernsehauftritt von Adriano Celentano und die Reaktionen innerhalb des Alsmann’schen Haushalts. Das amüsierte Blinzeln in Kombination mit dem schelmischen Schmunzeln lassen die Wahrheitsgehalt dieser Erinerungen nicht erkennen.
Manchmal weiß man gar nicht, wie er beim Sprechen Luft holt, bei seinen Wortkanonaden. Trotz eines Versprechers bei einer Anekdote, bekam er noch die Kurve, mußte aber selber lachen. Solche Aktionen machen ihn einfach noch sympathischer und zeigen, daß die Menschen auf der Bühne Spaß bei der Arbeit haben.

Wobei es sicherlich härter ist, als es aussieht, die Lieder so leicht und unbeschwert zu musikalischem Leben zu erwecken.
Was an dem Abend gefehlt hat, war die Solo-Nummer vom Meister der Percussiongeräte und Geräusche. Traditionell tritt er eigentlich einmal am Abend an den Bühnenrand und übernimmt die Leadvocals. Als Rom noch in Leverkusen lag, trug er eine lustige Nummer über durchschnittlich große Europäer vor. Wobei gefehlt der falsche Ausdruck ist. Vermisst haben wir Herrn Paßlick, gefehlt hat nichts, denn wieder einmal haben uns die charmanten Fünf mit ihren Klängen in eine andere Welt gezogen. Viel zu schnell hieß es an diesem Abend „Arrivederci Roma“.

Die Stimmung in der ausverkauften Halle war, trotz der Startschwierigkeiten der Erwiderung, von Anfang an gut. Die Zuschauer waren über dieses Zusammenkommen nach langer Zeit scheinbar genauso froh, wie die Band. Mehrfach kamen die fünf Musiker wieder hinter dem Vorgang hervor. Die Zugabe mit Baguette-Percussion aus dem „In Paris“-Album wurde ersetzt durch ein weiteres Lied von der neuen Platte.

Als letzte Zugabe gab es ein besonderes Schmankerl; Götz Alsmann setzte sich ans Klavier und improvisierte ein (Liebes-)Lied über Kreuztal. Damit brachte er nicht nur das Publikum zum Lachen, auch seine Mitmusiker konnten sich kaum beherrschen. Besonders bei Ingo Senst schien der Text aufs Zwerchfell einzuwirken. Belohnt wurde das Lied und der ganze Abend mit tosendem Applaus, dann war er aus. Götz Alsmann versprach, die Kreuztaler nicht wieder siebzehn Jahre warten zu lassen. Jetzt hat er bis 2033 Zeit, um sein Versprechen einzuhalten.

Fotos Italiano

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