Das Aschaffenburg Konzert (Schuldentilgung I)

Rumpsti Bumpsti

Zu allererst wünschen wir allen Lesern ein frohes, neues Jahr. Schön, daß Ihr wieder vorbeischaut. Wir müssen gestehen, es leider im vergangenen Jahr nicht geschafft zu haben, alle unsere Kulturerlebnisse im Blog wiederzugeben. Dafür war unser Herbst zu erlebnisreich. Wir sind also mit Schulden ins neue Jahr gestartet und möchten diese tilgen.

Den Anfang macht ein Herr, den wir 2012 das erste Mal im benachbarten Netphen live erlebt haben. Danach haben wir uns sofort mit allen Veröffentlichungen eingedeckt und Rainald Grebe ist seitdem nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Im Alltag finden sich viele Momente und Worte, die uns den ungewöhnlichen Künstler zitieren lassen. Manchmal ist es auch nur eine Betonung. Oder eine Ananas.

Fünf Jahre hat es gedauert, bis wir ihn im Oktober letzten Jahres in Aschaffenburg im gemütlichen Stadttheater aufgesucht haben. Die Vorstellungen von Rainald Grebe wirken immer, als würden ihm viele Sachen spontan einfallen, dabei sind seine Texte wohlüberlegt. Wenn er seine Beobachtungen und Kritiken an der Welt am Klavier begleitet, mischt er gekonnt lustige Zeilen mit ernstem Hintergrund. Er stellt den Sinn von Stadtmarketing in Frage, führt die Technikversessenheit der Gesellschaft vor und analysiert die Verunreinigung des Endreims in Liedtextes. Dazwischen führt er immer wieder Gespräche mit seinem Soundtechniker Franz.

Mit einem nachdenkliches Stück beschließt er den Abend. Kehrt aber mit „Der Kandidat“, eine Zugabe aus einem älteren Programm, dem neuen Stück „Der Asket“ zurück auf die Bühne. Unter verdientem Jubel ist das tolle Elfenbein-Konzert zuende. Rainald Grebe ist ein Ausnahmekünstler, zumindest in unserer Sammlung. Humor ist immer Geschmackssache und nicht jedem wird die spezielle Darbietung gefallen, aber wenn man ihn einmal in seine Gedankenwelt gelassen hat, bekommt man ihn da nicht mehr raus. Seine sympathische Art mit dem spitzbübischen Lächeln, oder der eingestreute Wahnsinn mancher Stücke, gehen ganz tief rein. Die Mischung aus Nonsens, Nachdenklichem, Tief- und Wahnsinn sucht seines gleichen. Probiert es einfach mal aus. Wir übernehmen allerdings keinerlei Haftung für anhaltende Zitiernebenwirkungen. :- )

Auf Sicht

Dieser Beitrag wurde unter Kabarett, Musik abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

3 + drei =