Get the Polka started for the last time

Konzert- und Tourabschluß 2013

Zum letzten Mal für dieses Jahr wollte der Familie noch einmal die Polka starten lassen, bevor es nächstes Jahr mit „Polka’s coming home“ weitergeht. Austragungsort war hierfür das Amphitheater in Hanau, erfreulicherweise an einem Sonntag. Wir entschieden uns, wieder früh loszufahren und unterwegs noch Jasna aufzulesen.
Der Tag schien unter keinem guten Stern zu stehen. Nachdem sich unsere Abfahrt bereits um eine halbe Stunde verzögerte, gerieten wir vor Herborn in einen Stau/stockenden, zähflüssigen Verkehr/Mist halt, und die Anspannung nahm dann doch etwas zu, zumal der Einlaß bereits um 18 Uhr begann. In Hanau angekommen, stand schon eine sehr lange Schlange vor den Toren und wir sahen die erste Reihe schon schwinden. Der gewitzten Jasna sei Dank erwies sich dies jedoch als unbegründet und wir erhaschten einen super Platz ganz vorne. Ausatmen!

Das Intro setzte zeitig ein und der Familie betrat die Bühne. Pavels brauner Anzug ist wohl für immer dahin, denn er erschien heute im legendären grünen Anzug, den wir entsprechend feierten. Dieser Anzug ist so unfaßbar hässlich dass es eine Freude ist. :-) In seiner ersten Ansage erwähnte das Familienoberhaupt, dass es sich um den letzten Auftritt für dieses Jahr handeln würde: „Ist der dann auch bald schon wieder Weihnachten kann man sagen“. Wie wahr, habe ich doch im Laden schon die ersten Spekulatius gesichtet. Aber zurück zur Show. Die Stimmung im prallgefüllten Amphitheater war von Beginn an phänomenal. Als Danusz am Anfang von „Hello again“ in die Runde fragte, ob alle dobrze und bereit seien, blies ihn das entgegenkommende „JAA“ aus dem Zuschauerraum fast von den Socken.
Apropos Socken: Diese ließen die dobrze Horns auch blicken, als sie sich synchron die Hosenbeine hochkrempelten und ihre Waden verglichen. In vergangenen Blogs haben wir schon oft auf die beiden hingewiesen, aber was sie heute im Hintergrund trieben, toppt alles Vorangegangene.
Es wurde Zeit im Programm für der cheisseste von der cheisseste und da kam sie auch schon: Bogdan!

Moment.

Bogdan? Wird er nicht sonst immer im zweiten Teil des Programms im Heizungskeller gefunden? Heute jedenfalls nicht, denn wie uns zwei kleine Vögelchen (eins hatte gelockte Haare und das andere eine Lederjacke an) vor der Show geflüstert haben, war Dorota von einem Transportmittel verhindert worden. Ob es jetzt Stau oder der falsche Zug war, da waren sich die Vögelchen uneins. Jedenfalls mußte sich das Publikum schon früh im Programm erheben, denn der Schlenderschritt wurde zu „Do what you want“ getanzt.
Beim Trompetensolo in „Ein bißchen Spaß muß sein“ stimmte nicht jeder Ton, wie das Publikum freudig feststellte. Marek und Danusz bemerkten dies auch und mußten sehr grinsen, aber brachten das Lied doch noch gut ins Ziel. „Das Lied der Schlümpfe“, die Tanznummer der Horns und „I’m outta love“ beendeten den ersten Teil dann ohne besondere Vorkommnisse.

Im zweiten Teil kam sie dann endlich: Dorota wollte mit jemandem tanzen. Die ersten zwei Zeilen von „Dance with somebody“ waren allerdings nicht zu hören. Der Tontechniker schaltete jedoch schnell und ihre kräftige Stimme erschallte im Amphitheater. Gewohnt charmant lächelte sie das Publikum an und suchte sich einen Freiwilligen aus, der ihr „Aktienpaket“ entgegenhauchen sollte.
„Wer bist denn du?“ – „Isch bin de Mischael“ – und spätestens jetzt wußten wir: Ja, wir sind im Hessen! Dorota spielte mit und wies dann die anderen Männer an, sie sollten es nun so tun „wie de Mischael“. :-) Bei den Horns kniete im Hintergrund übrigens Stenjek vor Henjek.
Nach dem Zloty-Medley verabschiedete sich Miss Zabrze vorerst. Die Horns schnipsten bei ihrem Abgang mit, Stenjek hinter Henjek kniend. Letzterer streckte dann schwungvoll seinen verlängerten Rücken nach hinten, was zu großer Erheiterung auf ihrem Podest führte.

Unterdessen bereitete das Techniker-Duo Oleg und Boleg in gewohnt atemberaubender Geschwindigkeit die Bühne für das Kinderlieder-Medley von Danusz und Mirek vor. Diesmal funktionierte „der Gerät“ für den Loop auch. Nur Henjeks Posaunendämpfer spielte nicht mit und purzelte während „Hey Baby“ auf die Bretter.
Direkt danach moderierte Pavel die Cousinechka wieder an und teilte mit, sie habe sich in einen noch schärferen Fummel geworfen. Und hinaus kam sie – im gleichen Pailettenkleid! Schmunzelnd gab das Familienoberhaupt zu, doch keine große Veränderung zu sehen, allerdings sei doch bestimmt der Beinausschnitt höher! Dorota präsentierte „Tausendmal belogen“, welches sie Karl-Theodor hinterher widmete. Allerdings wurde heute auf die Geschichte mit den Red Hot Chili Peppers verzichtet, ebenso auf „Gute Freunde“. Ist auch nachvollziehbar, schließlich sollte Bogdan auch noch im zweiten Programmteil auftreten und sein Lied über den Baumarkt spielen dürfen.


Janusz und der Wolf wurde selbstredend ebenfalls gespielt. Nach der Wiederbelebung der dicken Ente freute sich diese so darüber, dass beide Teile von ihr synchron in großen Schritten über die Bühne auf ihren Platz hopsten, woraufhin sich der Teil mit dem gelben Jackett aufs Neue komplett vor Lachen wegschmiss.
Die Polka-Prüfung von Janusz blieb an diesem Abend die einzige Zugabe. Kein „We will rocka you“. Dennoch wieder ein absolut gelungenes Konzert, in der alle ihre Flexibilität und Professionalität zeigten. Wir sehen uns in einem halben Jahr zu „Polka’s coming home“!

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