Harte Realität

Heimspiel in Herdorf

Kein halbes Jahr nachdem Absolva Blaze Bayley musikalisch unterstützt haben, spielten sie am vergangenen Freitag wieder in Herdorf. Dieses Mal allerdings als Headliner mit ihrem eigenen Material und mit Bruder Luke Appleton, der nebenbei bei Iced Earth in Lohn und Brot steht. Die Briten haben einen besonderen Bezug zum Rattenloch, hat der Betreiber sie seinerzeit für ihr erstes Deutschlandkonzert gebucht. Vielleicht erklärt das die spezielle Verbindung zwischen Band und Publikum in Herdorf. Wie bereits im April, trugen auch an diesem Abend die meisten Anwesenden ein Absolva-Shirt. Und gefühlt das halbe Publikum wurde von der Band persönlich begrüßt. Wahrlich ein Heimspiel.

Ohne Supportband legten die vier Briten direkt mit dem Titeltrack ihres aktuellen Albums „Never a good day to die“ los. Es folgten „Victimizer“ und „Hundred Years“, bevor Chris ein paar Worte ans begeisterte Publikum sprach.

„Harsh Reality“ ist das neue Lied, welches die Band zum kostenlosen Download bereitgestellt hat und natürlich auch an diesem Abend spielte. So hart war die Realität aber gar nicht, denn die Musiker schienen an dem Abend großen Spaß zu haben und die Reaktionen der Fans zu genießen. Martin zog an seinem Schlagzeug oftmals Grimassen, wenn er mit Luke rumalberte. Alle posten gemeinsam mit Ihren Instrumenten und standen zu keinem Moment still. Die Energie, die sie und ihre Musik versprühten übertrug sich auf die überschaubare Menge und die Stimmung wurde von Lied zu Lied besser.

Eigentlich hätte es „Fear of the Dark“ gar gebraucht, um die Zuschauer zum mitsingen zu animieren, aber die Anwesenden kamen der Aufforderung bei dem beliebten Stück von Iron Maiden gerne nach. Das Rattenloch sang das letzte Lied vor den Zugaben aus vollem Halse mit und feierte Absolva den ganzen Abend über ab. Die Band bedankte sich für die überschwänglichen Reaktionen.

Denn eigentlich waren die Zugaben mit „Code Red“ abgearbeitet und das Konzert zu Ende, aber das euphorische Publikum wollte die sympathischen Engländer noch nicht von der Bühne lassen. Nach einer kurzen Bandbesprechung ging jeder zu seinem Instrument und Chris fragte, welches Lied sie spielen sollten. Wie bereits während des Konzertes, stimmten einige Besucher „Watching over me“ von Iced Earth an. Ich fand es schon unverschämt, sich ein Lied einer anderen Band zu wünschen. Die Musiker hingegen sahen es anders und überraschten mich damit, das Luke Appleton zum ersten Mal an dem Abend den Gesang bei dem Lied seiner amerikanischen Band übernahm. Er stimmte das Lied an und seine Bandkollegen kamen nach dem Intro hinzu. Grandios, wie sie mal so eben aus dem Stand das Lied zum Besten gegeben haben und die Menge feierte das Bonuslied dankbar ab.


Danach übernahm Chris wieder das Mikro und Absolva gaben mit „Heaven and Hell“ aus der Dio-Phase von Black Sabbath Gas. Band und Publikum mobilisierten zum Abschluß des Konzertes noch mal alle Reserven. Ein würdiger Abschluß eines kleinen, großen Konzertes.

In Some Wild Gallery

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