KSB rides again

So wird’s gemacht

Die Kiefer Sutherland Band reitet durch die Welt und hat auch dieses Jahr wieder in Köln Station gemacht. So regelmäßig wie die Konzerte der Südstatten-Rocker sind, so wechselhaft sind die Veranstaltungsorte. Das dritte Konzert in drei Jahren in Köln und die dritte Halle. Dieses Jahr haben sie ihre Pferde vor dem Carlswerk Victoria angebunden. Eine Konzerthalle, die wir bis dato nicht kannten. Natürlich konnten wir den Fährten folgen und fanden uns pünktlich ein. Denn wie Kiefer so schön singt, man sollte machen, was man liebt und wir lieben gute Konzerte.

Musik mit Westerneinschlag scheint besonders bei weiblichen Zuhörern gut anzukommen, denn die Quote an Cowgirls ist bei Konzerten des amerikanischen Schauspielers besonders hoch. Vielleich liegt es einfach an dem Mann selber. Wir waren vor zwei Jahren auch nur wegen dem Schauspieler in Köln und unser drittes Konzert ist unser zweiter Besuch wegen dem Musiker. Zwar begeistert uns das zweite Album nicht so stark, wie das Debut, aber die Konzerte tun es nach wie vor. Deswegen konnten wir einfach nicht fern bleiben und sind zu ihm gerannt.
Das bisher noch nicht veröffentlichte „Rebel Wind“ legte den Grundstein für einen grandiosen Konzertabend. Die Band wurde begeistert empfangen und spielte sich souverän durch den Abend. Um den Bewegungsdrang des Bandleaders entgegen zukommen, war ein kleiner Laufsteg zwischen Schlagzeug und Orgel aufgebaut, auf dem er sich in Pose stellen und die Gitarre in die Höhe recken konnte. Generell stand der kleine Amerikaner nicht still und päsentierte seine Lieder energiegeladen und emotional.

Zwischen den Liedern erzählte Kiefer, die autobiographischen Geschichten, die den Texten zugrunde liegen. Wie die Geschichte zu „Saskatchewan“, in der es um seine Reise zu seiner Mutter geht, die im kritischen Zustand im Krankenhaus lag.  Nach zwei Alben hat Kiefer Sutherland noch kein großes Repertoire an Songs, aus denen er aussuchen kann. Dementsprechend unterschied sich die Songsauswahl nicht groß von der Setlist des Vorjahres. Die beiden Tom Petty-Nummern „Ways to be wicked“ und das rockigere „Honey Bee“ fanden ebenfalls wieder ihren Weg nach Köln. Tom Petty kann aus vielen Gründen, aber besonders aus einem, seine Lieder nicht mehr live präsentieren. Daher hoffe ich, daß sich Herr Sutherland für die kommende Tour andere Lieder aus Petty’s reichhaltigem Schaffen aufführt. Wenn man sich die aktuelle Live-CD anhört merkt man, daß neben den Liedern, die Ansagen ebenfalls einstudiert sind. Der Stimmung in der Halle tat das keinen Abbruch. Die Zuschauer(innen) sangen und wippten mit. Die Musiker freuten sich sehr über den Zuspruch. Der Bandboss bedankte sich mehrfach und prostete den anwesenden Fans zu.

Ich hatte den Eindruck, die Kiefer Sutherland Band hätte in der ersten Hälfte ihr Repertoire zahmer vorgetragen. Erst gegen Ende wurde es rockiger und die Musiker galoppierten durch die Stücke und traten eine Rock-Stampede los. Vor allem die Schlagzeugerin Jess Calcaterra orientierte sich an der polnischen Schlagzeugschule ; -) und schlug wild auf ihr Instrument ein.
Kiefer erzählte eine persönliche Geschichte zu „Knockin‘ on Heaven’s Door“. Er überlegte laut, den Song bei der kommenden Tour nicht mehr zu spielen, weil er ihn spielen würde, seit er zehn ist. Bei Dylan’s Evergreen bekamen nochmal alle Zuschauer die Möglichkeit die Band singend zu unterstützen. Mit der groovigen Eigenkomposition „Agave“ beendeten die vier Cowboys und das eine Cowgirl den Abend vor einem begeisterten Publikum. Die Kiefer Sutherland Band hatte wieder allen gezeigt, wie’s gemacht wird. Wir sind gespannt, vor welchem Saloon das Tourross im kommenden Jahr Halt macht. [Elspe würde den passenden Hintergrund bilden. :- ) ] Während sich eine Traube Autogrammjäger nach dem Konzert um den Bus versammelt hatten, sind wir zu unseren Pferden und, die Melodien des Abends summend, in den Sonnenuntergang geritten.
Zugegeben, der Sonnenuntergang war schon lange vorbei. Einigen wir uns auf einen Ritt auf die Morgendämmerung zu. :- )
Und wenn die KSB das nächste Mal zum musikalischen Rodeo Station in Köln macht, werden wir unsere Pferde wieder satteln. Yeehaw!

Honey Pics

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