Wind im Fell

Büsum 2012

Endlich konnte ich meine menschlichen Mitbewohner überreden, nochmal an die Nordsee zu fahren. Seit meinem ersten Besuch habe ich eine Sehnsucht nach den Weiten des Meeres.

Dabei kann ich nicht erklären, woher die kommt, schließlich bin ich in den Bergen aufgewachsen und auch keiner meiner Verwandten ist je zur See gefahren, noch wurden zuhause Seemanslieder gesungen.
Vielleicht ist gerade der freie Blick bis zum Horizont die Antwort, weil ich früher von Bergen umzingelt war. Wer weiß, auf jeden Fall war ich voller Vorfreude.

Mein Freund Lutz und ich habe es uns in unserer neuen Reisetasche bequem gemacht. Der alte Rucksack zeigt inzwischen immer mehr Verschleißerscheinungen, so daß er ausgetauscht wurde. Sehr schade, verbinde ich doch viele schöne Erinnerungen an den Rucksack, indem ich die ganzen Jahren  gereist bin.
Los ging’s mit der Bahn nach Berlin. Dort stand für die Beiden ein Theaterbesuch auf dem Programm. Wir haben das „Bitte nicht stören“-Schild an die Tür gehangen und uns von der anstrengenden Fahrt ausgeruht.

Am nächsten Morgen ging es noch vor der Frühnuss wieder zum Bahnhof, nächster Halt: Büsum. Naja, genaugenommen mußten wir noch mehrmals umsteigen. Mittags waren wir vor Ort und nachdem die Koffer abgestellt und die Schlüssel eingesteckt waren, ging es rauf zum Deich.
Der erste Blick auf das Meer, nachdem ich die Treppenstufen hochgeklettert bin, ist immer etwas Besonderes. Kein Berg oder Baum weit und breit. Nur Meer, Horizont und in der Ferne eine kleine Bohrinsel. Schön.

Die Woche war wirklich sehr warm, fast zu warm mit Fell und Schal, aber die kühle Seebrise sorgte immer für angenehme Temperaturen. Und selbst in der schwarzen Tasche war es nicht so heiß, wie ich befürchtet hatte. Jeden Tag haben wir genutzt, am Deich verbracht, andere Urlauber kennengelernt und haben keine Chance verstreichen lassen, auf dem Meeresboden zu laufen. Besser gesagt, sich durch’s Watt tragen zu lassen. Hatte Angst, den Dreck sonst nicht mehr aus dem Fell zu bekommen.

Lutz und ich hatten den Eindruck, die Zeit würde im Urlaub schneller vergehen. Denn zu schnell schon mußten wir den letzten Blick auf’s Meer, bzw. auf das Watt werfen und die Rückreise anreten.

Es ist schwer, den Urlaub nur in Worte zu fassen, deswegen kommentiere ich noch die Fotos, die reichlich in den sechs Tagen entstanden sind. Klickt Euch bei Interesse durch und Ihr erlebt einen Nordseeurlaub aus den Augen eines Murmeltiers.

Zu meinen Urlaubsfotos

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