Überbrückung der kulturlosen Zeit 3

Das Foto gehört zu unseren All-Time-Favourites. Es ist eines der coolsten Bilder, die Karina geschossen hat. Entstanden ist es 2012 auf einem Kurztrip in die britische Hauptstadt. Zweieinhalb Tage London, inklusiver zweier Konzerte und Sightseeing. Es war so anstrengend wie es klingt, aber es war auch ein besonderer Trip. Mit Hilfe der Fotos konnten wir die vielen gesammelten Eindrücke hinterher nochmal Revue passieren lassen. Viel Spaß mit unserer Urlaubserinnerung.

You Wanted The Best And You Got The Best. The Hottest Band In The World: KISS

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Überbrückung der kulturlosen Zeit 2

Ein Mann, der uns seit nun mehr 11 Jahren begleitet und unser Konzertleben bereichert, ist Andreas Schleicher. In unserer beachtlichen Konzerthistorie hat er sich den Platz an der Spitze erspielt. Keinen Künstler haben wir öfter live erleben dürfen. Durch die verschiedenen Projekte und Bands bei denen er mitwirkt, wird es uns bis heute bei seinen Aufritten nicht langweilig.

Daher sei an dieser Stelle etwas Werbung erlaubt. Am 22. Mai erscheint sein neues Album „Herz.Hirn.Hose.“. Jeder, der deutsche Musik, abseits des Schlagereinerleis mag, kommt bei Andreas auf seine Kosten. Wenn Euch die Fotos in unserer Galerie neugierig machen, schaut auf seiner Seite vorbei. Dort könnt Ihr das Album bestellen und schauen, wann er in Eurer Nähe auftritt. Vielleicht sieht man sich da.

Die vielen Saiten von: Andreas Schleicher

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Überbrückung der kulturlosen Zeit

In der aktuellen Situation werden sinnvollerweise die Veranstaltungen abgesagt und verschoben. Damit wir alle nicht ganz auf Kultur verzichten müssen, dachten wir, wir überbrücken die kulturlose Zeite mit ein paar Fotos unserer vergangenen Konzerte. Lindert hoffentlich ein paar Entzugserscheinungen.

Gestern haben LORDI ihr letztes Konzert vor der Tourverschiebung in Leipzig gespielt. Dadurch fallen diesen Monat zwei Termine für uns weg. Aus diesem Grund machen die sympathischen Monster den Anfang unserer kulturellen Notfallversorgung.

Mehr Fotos auf unserer Monsterseite: LORDI

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Akute Ansteckungsgefahr

Schwarzer Freitag in Olpe

Herrschte ein paar Tage vorher noch das bunte Karnevalstreiben in der Region, wurde es am letzten Freitag im Februar eher üni. Die Menschen, die sich an der Olper Stadthallte einfanden, trugen bevorzugt ein fröhliches Schwarz. Oomph! hatten zu einem Konzert ihrer „Ritual“-Tour geladen. Nach und nach strömten Menschen in die Halle und so war sie bei Konzertbeginn mit ca. 700 Personen gut gefüllt.

Mit dem ersten Lied des aktuellen Albums starteten Oomph! in den Konzertabend. Dero bedankte sich beim Publikum, daß es in Zeiten von Corona den Weg in die Stadthalle nicht gescheut hat. Er hat versprochen, alle mit einem anderen Virus anzustecken, dem Ooomph!-Virus. Ein paar Infizierte waren bereits vor Ort, wie der Jubel bestätigte.

In den kommenden knapp zwei Stunden feuerten Oomph! ein Lied nach dem nächsten ab und berücksichtigten dabei fast jedes Album aus ihrer über dreißigjährigen Karriere. Egal ob alte oder neue Stücke, die Stimmung großartig zu nennen, ist noch untertrieben. Dero ist der geborene Frontmann. Ständig in Bewegung, immer am Bühnenrand im Kontakt mit den Fans. Durchgehend animierte er die Leute zu singen und zu klatschen und alle stimmten widerstandslos ein. Die euphorische Stimmung übertrug sich sichtbar auf die Bühne. Die Musiker schienen an dem Abend viel Spaß zu haben. Man glaubt ihnen gerne, daß sie sich freuen, mit ihrer Musik Generationen zu verbinden.

Crap und Flux wechselten bei den älteren Stücken, die nicht  so gitarrenlastig sind, an zwei Keyboards. Die Ballade „Auf Kurs“ lieferte eine kleine Verschnaufpause und gab Dero die Möglichkeit, eine sanftere Singstimme zu demonstrieren. Die Lightshow sorgte den ganzen Abend dafür, die Band im richtigen Licht zu präsentierten. Was eindrucksvoll gelang und die Wirkung der starken Bandperformance unterstrich. War der Frontmann schon die ganze Zeit am Bühnenrand, kam er den Fans beim Stagediving noch näher. Beim Bad in der Menge wurde er auf Händen getragen. Habe mir sagen lassen, kein Oomph!-Konzert ohne Stagediving.

Der Nummer Eins-Hit „Augen auf“ beendete den regulären Teil. Natürlich gab es danach noch zwei Zugaben von einer glücklichen Band, aber jede Reise hat eine Ende. Als am Ende der musikalischen Reise durchs Oomph!-Universum das Licht im Saal wieder anging war klar, das Anfangsversprechen wurde eingehalten, alle wurden infiziert. Anders kann man die unglaubliche gute Stimmung, die den ganzen Abend über herrschte, nicht erklären. Band und Publikum haben gemeinsam einen beeindruckenden Abend in der Olper Stadthalle gefeiert. Wir sind mit keinen Erwartungen hin und kamen total begeistert zurück. Kurz zusammengefaßt: Oomph! ist ein Popstar und der Applaus war groß.

MPH! – KNZRT – FTS

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Sturm Lords

Lebende Kornkreise

Während sich Orkantief Sabine mit ordentlich Power auf ihrem Trip über Deutschland befand, waren fünf Amerikaner auf ihrem eigenen Powertrip. Monster Magnet machte am stürmischen Montag Station im Dortmunder FZW, um ihr 1998’er Album zu zelebrieren. Für mich ist „Powertrip“ eines der besten Rockalben aller Zeiten und daher konnte ich der Einladung der Band dieses Mal nicht widerstehen.

Viele weitere Rockfans ebenfalls nicht, auch wenn es anfangs in der Halle noch anders aussah. Genau wie die spärliche Bühne, in deren Hintergrund das Bandmaskotchen, der Bullgod, auf einem weißen Backdrop zu sehen war. Als das Instrumentalstück „Goliath and the Vampires“ aus den Boxen dröhnte, war das FZW sehr gut gefüllt. Das Backdrop entpuppte sich als Leinwand, auf der den ganzen Abend über verschiedene Schwarz-Weiß-Filme oder Comicbilder projeziert wurden. Merkwürdiges Konzept, das aber für dezente Bewegung sorgte und irgendwie zu der Band paßte.

Monster Magnet enterten die Bühne und begannen den Abend mit „Atomic Clock“. Jubelnd wurden die Musiker begrüßt und direkt von Beginn, an gab es einen Moshpit vor der Bühne. Dave Wyndorf und seine Mannen schienen gut drauf zu sein und spielten einen Song nach dem nächsten, ohne dazwischen viel Zeit mit Ansprachen zu verlieren. Wie auf dem Album, auf dem ein Song direkt auf den nächsten folgt. Trotzdem merkte man dem Bandkopf die Freude über den Zuspruch in Dortmund an. Mehrmals sah man ihn lachen. Er ging während des Konzerts über die Bühne, suchte den Blickkontakt und zeigte auf Menschen, die mehr auf ihr Handy als auf das Geschehen auf der Bühne achteten.

Zwischen den rockigen Stücken stach „Baby, Götterdämmerung“, mit seinem hypnotischen Sog heraus. Natürlich gehört es zum Album und machte live eine gute Figur zwischen den lauteren Tönen. Die ließen nicht auf sich warten. Nach der kurzen Verschnaufpause wurden die Gitarren wieder aufgedreht. „Bummer“ läutete den Endspurt an, gefolgt vom Titeltrack „Powertrip“. Damit blieb nur noch ein Lied übrig, wahrscheinlich der größte Hit der Band. Davor richtete Dave Wyndorf allerdings mehr Worte an die Fans in der Halle, als er den ganzen Abend gesprochen hatte. Er stimmte sie auf ihren Part beim kommenden „Space Lord“ ein. Die Band gab nochmal richtig Gas, Dave brüllte ins Mikro und das Publikum sang im Refrain lauthals  „Motherfucker“ mit. (Auf dem Album noch zu „Mother, Mother“ zensiert)Nach einer Stunde war damit der Powertrip rum, lediglich „19 Witches“ wurde ausgelassen. Wie erwartet ein kurzes, aber sehr energiegeladenes Konzert.

Monster Magnet ließen die Fans relativ lange nach einer Zugabe rufen, aber die Rufe sollten nicht auf taube Ohren stoßen. Die Band eröffnete mit dem spacigeren „Twin Earth“ den Zugabenblock. Gefolgt von der coolen Coverversion „The Right Stuff“. Ein Song, wie für Monster Magnet gemacht. Danach folgten zwei Stücke vom „Dopes to Infinity“-Album und nach 90 Minuten verließ Mr. Wyndorf die Bühne, während die anderen Musiker das Lied noch zuende spielten. Damit endete ein schnörkelloses Rockkonzert unter lautem Jubel. Wir waren froh, die Band endlich mal live erlebt zu haben. Nicht alleine um zu sehen, daß Dave Wyndorf auch lachen kann. Auf den Bandfotos wirkt er immer wie der Prototyp des coolen Rockstars schlechthin.

Sabine muß ein Herz für Rockmusik gehabt haben. Vielleicht stand sie auch in direktem Kontakt mit dem Bullgod, denn die Rückfahrt verlief windig, aber davon abgesehen, problemlos. Keine 24 Stunden später sah alles ganz anders aus, nämlich weiß. Um es mit Monster Magnet zu sagen: „The White Stuff, Baby, The White Stuff.“ ;-)
Schnee und Eis führten zu einer Sperrung „unserer“ Autobahn. Zum Glück blieb uns das Verkehrschaos erspart. Wir konnten, mit einem tollen Konzerterlebnis im Hinterkopf, in den verdienten Schlaf fallen.

Pics to Infinity

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