Wiederholungstäter

An der Nordseeküste

Ich habe gesehen, daß ich die Fotos unserer letzten beiden Urlaube noch gar nicht präsentiert habe. Deswegen möchte ich das an dieser Stelle nachholen und habe zuerst die Bilder von 2018 hochgeladen.

Wie fast jedes Jahr waren wir auch vor zwei Jahren wieder an der murmeltierfreundlichen Küste Büsums. Natürlich waren die Kniffelbären mit an Bord. Sie konnten sich in dem Jahr einen langgehegten Wunsch erfüllen und ein Bad im Meer nehmen. Murmeline und ich hatten die Chance genutzt und etwas Surfunterricht genommen.

Beim Aussuchen der Fotos kamen Erinnerungen zurück und die Vorfreude auf unseren diesjährigen Urlaub wuchs. Wenn nichts dazwischen kommt, werden wir wieder mit den Pfoten durchs Watt strolchen. Bis dahin versuche ich, die Fotos vom letztjährigen Besuch zu bearbeiten. Das war nämlich, im Sinne Michael Kesslers, eine kleine Expedition. 

Watt und Mehr

 

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Wilde Tiere am Rhein

Plüschfreie Gehege (fast)

Abgesehen vom Panda am Eingang gibt es hier zur Abwechslung echte Tiere zu bestaunen. Durch die Absage eines Konzertes habe ich den freigewordenen Tag genutzt und mit einer Freundin einen kleinen Rundgang durch den Kölner Zoo unternommen.

Irgendwas muß man in den Tagen unternehmen, wenn schon keine kulturellen Veranstaltungen anstehen. Die Tiere haben sich bestimmt nicht minder gefreut, endlich wieder Besucher begrüßen zu können. Das Wetter hat mitgespielt und ich möchte Euch jetzt einfach auf einen kleinen Rundgang mitnehmen. Viel Spaß.

Fotogehege

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Veganes Musiktheather

Fällt wegen Krankheit aus

Noch bevor öffentliche Veranstaltungen verboten wurden, hatten wir das große Vergnügen, einen unserer Lieblingskünstler live zu erleben. Rainald Grebe war extra auf einer Kanonenkugel nach Dortmund gereist und donnerte damit pünktlich durch das Dach des Konzerthauses, um dort sein neues Programm „Das Münchhausenkonzert“ darzubieten. Der Baron feiert dieses Jahr Jubiläum und der Frechener aus der Hauptstadt zollte ihm nicht nur dem Namen nach Tribut. Eines verbindet beide Unterhalter; man kann sich nicht immer sicher sein, ob die Erzählungen der Wahrheit entsprechen oder der Phantasie ihrer Erzähler entspringen.

Mal ganz ehrlich. Rainald Grebe teilte nicht nur Schnappschüsse seiner wunderbaren Reisen zu Wasser und zu Lande, er zeigte Fotos, die seine überstandene Höhenangst bezeugten, las aus einem Buch über Äpfel und immer wieder zeigte er Fotos des neuen Trends: besondere Bowls zu arrangieren. Der Höhepunkt war sicherlich, als er zur Zugabe mit einem Pferd auf sein Klavier sprang, ohne die Utensilien darauf zu zerstören. Ein echter Tausendsassa. So einen Künstler gibt es in Deutschland nicht viele, die Klavierspiel, Rhetorik und Reitkunst so virtuos unter einen Hut bringen.

Ob es wirklich so war, oder ob wir uns vom Namensgeber des Konzertes haben inspirieren lassen, davon könnt Ihr Euch bei einem Auftritt von Freiherr Rainald, die hoffentlich bald wieder stattfinden können, ein eigenes Bild machen. Wir hatten Glück, daß die Vorstellung nicht wegen Krankheit ausfiel. Was, wie der Mann am Klavier mitteilte, nur eine Ausrede für unwirtschaftliche Konzerte sei. Darüber muß sich Rainald Grebe keine Sorgen machen. Die Zuschauer im ausverkauften Konzerthaus waren begeistert und warten bestimmt sehnsüchtigst auf die nächsten Live-Auftritte.

Bilder lügen nicht

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Pfingsttour

Drei von Vier

Während anderenorts der Pfingstochse durs‘ das Dorf getrieben wurde, hat sis der Pfingstelk auf eine Turmtour begeben’e. Haben wir das s’öne Wetter genutzt, ete und haben eine kleine Rundreise durs‘ Rheindland-Pfalz unternommen’e.

Wer auf dem Bild links den Turm sucht’e, muss is sagen, gibt es dort nis zu finden’e. Leider war der Aufstieg zu dem Bismarckturm zu steil für meine kleine Hufe, ete. Daher habe is ers’öpft abgebrochen und das Karinsche hat lediglis ein paar Naturimpressionen mitgebracht’e. Die anderen drei Ziele des Tages waren zum Glück elkfreundlisser zu erreis’en, ete. Wieder drei Bismarcktürme, die is von meiner Liste streichen kann’e. Bad Bertrich werde is wohl nie streis’en können, aber es gibt noch soviele andere zu sehen’e. Viel Spaß mit den Fotos, ete.

Hoch oben in Bad Ems

Am Straßenrand in Rengsdorf

Zum zweiten Mal in Altenkirs’en

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Herz Hirn Hose

Pop. Deutsch. Prima.

Was lange währt, wird endlich gut – ein Sprichwort, dass nie alt wird und in diesem Fall wieder zu einhundert Prozent zutrifft.
Lange war das neue Album von Andreas Schleicher in Arbeit. Lange sollte es einen anderen Namen haben, doch leider war ein Künstlerkollege schneller beim Veröffentlichen, so bekam es den ungewöhnlichen und überraschenden Titel „Herz Hirn Hose“. Eine Alitteration, welche einen erst einmal etwas ratlos zurücklässt. Nach dem Hören des Albums aber ist klar, dass es ein perfekter Titel ist, denn genaugenommen fasst er all das zusammen, was im Leben wichtig ist: Herz ganz voran, Hirn ist auch wichtig (und wird leider von manchen Leuten zu wenig eingesetzt) und ein bißchen Hose gehört ebenfalls dazu. ;)

Rein optisch ist die CD bereits schon außergewöhnlich. Die Hülle ist aus Pappe, sehr clever gefaltet und auch leicht wieder zusammen zu stecken, ohne die Hülle kaputt zu machen. Außerdem gibt es noch einen Aufkleber und ein sehr schön gestaltetes Booklet mit stimmigen Fotos. Die Emojis auf dem Cover wurden von Andreas‘ Tochter Maja gestaltet.

Regelmäßigen Lesern dieses Blogs müssen wir nicht erzählen, dass wir auf diversen Konzerten des Künstlers waren und etliche Lieder (eigentlich sogar fast alle) bereits live gehört haben. Allerdings haben sie für die CD-Produktion eine enorme Veränderung und teilweise komplette Wandlung erfahren.

Den Opener „Kurz vor Acht“ kennen wir live eher als ruhiges Stück, zu dem Andreas nur mit Akustikgitarre langsam auf die Bühne schreitet. Auf CD geht es dagegen im Refrain schon ordentlich nach vorne, mit schmetternden E-Gitarren und stadiontauglichen „Whoa-ho“ – Einlagen.
„Halb so schnell“ , die erste Single, macht einfach gute Stimmung und sollte eigentlich im Radio gespielt werden, denn der Song hat das Potential zum Sommerhit. Gefolgt von der zweiten Single „Die Liste“, in der es um Dinge geht, die man im Leben unbedingt einmal machen möchte. Andreas möchte hier aussagen, dass man von eben diesen Dingen nicht nur träumen, sondern aktiv daran arbeiten sollte, sie umzusetzen: „Worauf wartest du?“

Bei „Verkriechen“ liest man im Booklet „featuring Maja Schleicher“, was einen sehr neugierig macht. Die klare, helle Stimme der Tochter bildet mit der Stimme von Papa eine schöne Harmonie. Doch nicht nur hier zeigt Maja ihr musikalisches Talent: Ihr Klavierspiel beendet das Album mit dem Instrumental „Wewerstraat“. Kompliment an die junge Musikerin!

Nach „Buzz Aldrin“, der Hymne aller Zweitplazieren, wird es etwas rockiger mit „Tanz es weg“ und „Flaschengeist“. Bei beiden Songs hat Andreas hochkarätige Unterstützung in Gestalt von Bülent Ceylan, mit dem ihm seit „The Masked Singer“ eine Freundschaft verbindet. Dennoch ändert es nichts an der Tatsache, dass der CD-Flaschengeist nicht mehr der ist, den wir jahrelang live gehört haben. Von dieser Version hätten wir sehr sehr gerne eine Studiofassung. Dieser Dschinn wird wohl noch ein paar Durchläufe benötigen, bis ich mit ihm warm werde.
Bei „Herz“ wird es etwas leiser. Wie der Titel vermuten lässt geht es um die Liebe, jedoch um die, die man erst noch finden muss. Wahrscheinlich ist Liebe selten treffender beschrieben worden: „Irgendwann brauch ich keinen Text mehr, unsere Augen sprechen ganz allein“.

Vor 5 Jahren waren wir auf dem Konzert in Remscheid zugegen, bei dem ein Stück präsentiert wurde, welches Andreas vorher länger nicht gespielt hatte. „Metro“ hatten wir in unserem Blog 2015 als Mischung von Reinhard Mey und Die Ärzte beschrieben. Wer hätte gedacht, dass sich das Lied nun professinell aufgenommen auf dem Album findet? Ein weiteres gute-Laune Stück. Bei „Raus“ geht es uns ähnlich wie „Flaschengeist“, denn unter „kleine Reise“ hat der Song mehr gezündet – natürlich rein subjektiv.
„Anderer Stern“ gab es bereits auf „Mädchen gegen Jungs“ zu hören und hat auf dem neuen Album einen neuen Schliff bekommen. Der Song ist ein Klassiker, der auf keinem Konzert fehlen darf, da er solch eine große Bedeutung für Andreas hat. Unterstützt wird der wunderbare Tribut an Mama Schleicher von einem berührenden Foto der Frau, um die es im Lied geht. Sehr schön, nach all den Jahren ein Gesicht zu den Zeilen zu haben. Das Foto im Booklet und der Song versetzen einen in die gleiche, nachdenkliche Stimmung wie auf den Konzerten.

Es gefällt mir sehr gut, dass „Kurz nach 10“ noch einmal das Thema von „Kurz vor 8“ aufgreift und das Album sehr rund abschließt. Freue mich schon darauf, auch dieses Stück einmal live zu hören.
Andreas ist es gelungen, authentische Songs rund um den Albumtitel zusammen zu stellen. Man fühlt das Herzblut, welches er, seine Mit-Musiker und Produzenten in das Album gesteckt haben. Intelligente, deutschsprachige Popmusik, welche ein größeres Publikum und Anerkennung verdient hat. Wer es mit persönlicher Widmung und höchstpersönlich vom Künstler gefaltet haben möchte, bestellt es am besten unter www.andreasschleicher.de

 

 

 

 

 

 

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