Osterkonzert

Das Ende einer Trilogie

Es gibt Ereignisse, die sich jährlich wiederholen. Dieses Jahr kamen zwei gleichzeitig, denn der Osterhase brachte Blaze Bayley mit nach Siegen. Der Brite hatte seinen mitgebrachten Osterkorb mit bunten Liedern gefüllt. Die meisten der zwanzig gespielten Stücke stammten von seiner „Infinite Entanglement“-Trilogie, die er im Frühjahr mit dem dritten Teil, „The Redemption of William Black“ abschloss. Doch bevor er die Reise durch seinen musikalischen Kosmos begann, betrat Luke Appleton die kleine Bühne, im inzwischen von uns liebgewonnenen Vortex. Er spielt nicht nur Gitarre bei Absolva, die Blaze seit Jahren unterstützen, wir haben ihn erst im Januar bei Iced Earth am Bass gesehen.

Für den kleiner Vorbericht zur Vorgruppe gebe ich an das reizende Karinsche ab, daß sich sehr auf den Auftritt gefreut hat:

Vielen Dank, Holly!
Luke ist in der Tat (neben Stu) mein liebstes Iced Earth-Mitglied. Schon cool, jemanden, der in einer großen Band in entsprechenden Hallen spielt, plötzlich gaaanz nah im kleinen Vortex zu sehen.
Der Bruder von Chris Appleton benötigte wenig Equipment; eine akustische Gitarre und ein Mikrofon genügten ihm an diesem Abend, da er seine Solo EP „How does it feel to be alive“ vorstellte und sämtliche Songs davon präsentierte. Insbesondere „Three eyed crow“ und „The Sound of Liberty“ gefielen mir sehr gut und passten gut ins akustische Gewand. „Burning times“, der erste Song von Iced Earth, wirkte allerdings weniger gut, denn man vermisst irgendwo schon den charakteristischen stampfenden Rhythmus von Iced Earth und die E-Gitarren. „Watching over me“ hingegen war sehr schön und wurde begeistert mitgesungen.
Insgesamt ein kurzer, aber sehr guter Auftritt von Luke. Wahrscheinlich war das Publikum jedoch eher für schnelleren Metal da, denn das ständige Gemurmel und Gelaber ruinierte leider etwas die akustische Stimmung. Da kann der gute Luke nichts dafür, der hinterher sehr nett war und seine CD und vieles mehr signierte.
Aber wie war es denn nun bei Blaze, Holly?

Vielen Dank für deine Einleitung, Karinsche. Wie Du weißt, tauschte Luke danach den Platz auf der Bühne mit seinen Bandkollegen und ließ den Hauptact des Abends ran. Der englische Kugelblitz startete mit den ersten beiden Liedern, die auch sein aktuelles Album eröffnen. Für Iron Maiden Fans bietet Blaze immer besondere Schmankerl und spielt Lieder aus seiner Zeit bei der britischen Metal-Institution. Nach den ersten drei Stücken war die Stimmung im ausverkauften Surfer-Club schon grandios.

Das sollte sich auch den restlichen Abend nicht ändern. Blaze stand immer in vorderster Front, direkt vor seinen Fans. Reichte ihnen die Hände und sie fraßen ihm daraus. Sangen aus unzähligen Kehlen jedes Stück mit und reckten ihre Hände. Er bedankte sich bei Ihnen und Blaze, denn den Erfolg hat er sich nach einigen Rückschlägen hart erkämpft. Dank seiner Entschlossenheit und der Verbundenheit der Fans schafft er es, seinen Traum als Musiker zu leben, zu verwirklichen. Die Unterstützung hat ihm auch geholfen, den Plan einer Trilogie zu veröffentlichen. Dabei sind drei starke Metal-Alben zum Vorschein gekommen. Am Ende jedes Konzerts nimmt er sich deswegen die Zeit, mit jedem der will ein paar Worte zu wechseln. Aber soweit sind wir noch nicht. Mit unermüdlicher Energie ließen die vier Musiker die Geschichte von William Black musikalisch erklingen.

Später schloss sich Luke Appleton den Musikern auf der Bühne an und unterstütze sie an der zweiten Gitarre. Mit zwei weiteren Maiden Songs, „The Angle and the Gambler“ und „Man on the Edge“ wurde die Stimmung gegen Ende weiter auf dem Siedepunkt gehalten. Die zwei Stücke wurden lautstark abgefeiert. Mit „A thousand Years“ fand die offizielle Setlist ihr Ende. Auf beiden Seiten der Bühne sah man in begeisterte Gesichter. Die Musiker waren vom Publikum nicht minder begeistert, wie das Publikum ob der gebotenen Darbietung. Es muß daher nicht betont werden, daß die Trennung daraufhin aufgeschoben wurde. Nur zu gerne schoben die Briten zwei Stücke vom ersten „Infinite Entanglement“-Album nach, schlossen damit den Kreis zum Beginn der Trilogie und beendeten den umjubelten Auftritt.

Am Ende gab Blaze dem jubelnden Publikum seinen Ostersegen und versprach im nächsten Jahr wiederzukommen um die restlichen Lieder der Trilogie zu spielen. Die Aussage wurde begeistert aufgenommen. Damit steht, neben dem erneuten Auftauchen von Meister Lampe, ein weiteres wiederkehrende Ereignis für das kommende Jahr fest.

Blaze’s Fotonest

Luke’s Akustische Bilder

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