Schwing again

The Amazing Spider-Man

Regie: Marc Webb
mit: Andrew Garfield, Emma Stone, Sally Field, Rhys Ifans, Denis Leary, Martin Short,
Chris Zylka, Irrfan Khan, Campbell Scott, Embeth Davidtz, und Stan Lee
136 Min.

Wir haben uns gestern ins Kino getraut und uns mit Spider-Man wieder durch New Yorks Häuserschluchten geschwungen.
Vor zehn Jahren startete Sam Raimi’s „Spider-Man“ in den deutschen Kinos und ich war Feuer und Flamme, weil ich mein halbes Leben auf diesen Film gewartet hatte, schließlich ist „Die Spinne“ ;-) DER Held meiner Kindheit.
Der Film ist super, einige Szenen und Charaktere machen den Eindruck, aus Heften ausgeschnitten worden zu sein. Ich glaube, ich habe den Film fünf oder sechsmal auf der großen Leinwand gesehen, einmal sogar mit anschließender Psychoanalyse.
Auch wenn der dritte Teil seine Schwächen hat, hätten wir lieber einen vierten Teil gesehen, anstelle des Neustarts. Aus diesem Grund gingen wir sehr skeptisch und wesentlich gelassener in „The Amazing Spider-Man“, als noch vor zehn Jahren.

Marc Webb [welch passender Name für einen Spider-Man Regisseur ;-)] erzählt mit Andrew Garfield und Emma Stone in den Hauptrollen wieder neu, wie aus dem schüchternen Schüler Peter Parker, der Held im rot-blauen Kostüm wurde.
Natürlich sind der Spinnenbiss und der Tod Onkel Bens die Fixpunkte in der Entstehung.

Als Gegner trifft Peter auf Dr. Curt Connors, bzw. Spidey auf den Lizard. Dr. Connors wird von Rhys Ifans gespielt, an dem ich in den letzten Jahren großen Gefallen gefunden habe. Nicht zuletzt durch „Anonymous“, den ich vor kurzem sah.
Ifans ist als Connors wesentlich beeindruckender, als später als computeranimierte Echse, aber die Kämpfe zwischen den beiden Figuren sind rasant und actionreich umgesetzt.

Trotz der Action kommen die Charaktere nicht zu kurz und haben genug Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen. Einzig ein Gespräch zwischen Tante May und Peter nach Onkel Bens Tod hat mir gefehlt.
Spider-Man ist in diesem Film sehr nachtaktiv. Bei Tageslicht sieht man ihn kaum durch die Gegend schwingen. Ob hier vielleicht der Erfolg des dunklen Ritters eine Rolle gespielt hat?

Natürlich durfte auch ein kleiner Gastauftritt von Stan Lee nicht fehlen. Ich verrate jetzt nicht an welcher Stelle er auftritt, aber wie meistens wenn er im Bild ist, ist es sehr amüsant.

Was mir nicht wirklich gefallen will ist das neuen Kostüm. Das ist mir zu dunkel, ansonsten ist „The Amazing Spider-Man“ vielleicht nicht amazing, aber wirklich gut gemachte Unterhaltung. Der Film ist wesentlich besser als zuvor befürchtet und auch die Schauspieler sind gut getroffen. Mit Ausnahme von Sally Field, die überhaupt nicht wie Tante May aus den Comics meiner Jugend aussieht.

Vielleicht schafft Sony es diesmal Peters Abenteuer in mehr als drei Filmen zu erzählen. Material genug ist in den Marvel-Archiven vorhanden und wir mögen eine gewisse Kontinuität.

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2 Antworten zu Schwing again

  1. Stephanie Scheld sagt:

    Hallo Holly und Karinsche,

    die Spiderman-Kritik ist interessant. Also ist der Film doch nicht so schlecht. Wir hatten schon überlegt rein zugehen, haben es dann aber doch gelassen. In 3 D ist es ja eh noch teurer. Wir sehen ihn uns dann auf Blue Ray an.

    Unser nächster Film wir wohl die Total Recall-Neuverfilmung. Ich mag zwar Colin Farrell nicht so, aber Kate Beckinsale spielt mit und der Regisseur von Underworld (ihr Mann) führt Regie.

    Mir gefällt eure Seite übrigens gut. Es gibt einiges zu entdecken.

    Viele Grüße

    Stephanie

    • Holly sagt:

      Hallo Stephanie!

      Schön, daß Du den Weg gefunden hast.

      Ja, Spider-Man war besser als erwartet. Allerdings haben wir auch darauf gewartet, den Film in 2D in unserem Lieblingskino zu sehen, denn 3D ist wirklich teuer.

      Colin Farrell mag ich auch nicht so und „Total Recall“ interessiert mich/uns nicht. Dafür werden wir wohl für „Prometheus“ und „The Expendables 2“ ins Kino strömen.

      Viel Spaß bei deiner weiteren Entdeckungsreise im plueschblog.
      Holly

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