Vier Masken für ein (Hell or) Hallelujah

Alive im HMV Forum

Kaum im Hotel angekommen und kurz verschnauft, machten wir uns auch gleich auf den Weg zum anderen Ende der Stadt. Schnell war das HVM Forum gefunden und die ersten geschminkten und schwarzgekleideten Gestalten waren zu sehen. Es waren schon ca. 50 Leute dort und wir reihten uns ein in die Schlange der Wartenden. Vor uns, wie der Zufall es wollte, zwei deutsche KISS Fans, die sich angeregt mit einer britischen Familie unterhielten. Das Wetter spielte mit und das war, anbetracht der Tatsache, dass der Einlaß erst in 3 Stunden beginnen sollte, sehr angenehm.

Ab und zu ließen sich Leute vom Personal blicken, u.a. auch Ahmed, der wirklich sehr nett und freundlich war. Da es keine Tickets gab, sondern nur eine Empfangsbestätigung, waren wir ein wenig besorgt, ob wir auch wirklich damit in die Halle kommen würden. Ahmed konnte uns jedoch beruhigen: Die Bestätigung und die Kreditkarte seien alles, was wir benötigen.

Immer mehr Leute strömten herbei und verschwanden in der stets wachsenden Schlange hinter uns. Um 19 Uhr ging es immer noch nicht los, und das Stehen fiel zunehmend schwerer, schließlich waren wir buchstäblich seit 6 Uhr morgens auf den Beinen. Endlich tat sich etwas am Eingang und wir wurden gebeten, uns in Zweierreihen aufzustellen: Derjenige, der die Bestätigung hatte und sein „+1“ (Karten waren auf 2 Stück pro Haushalt begrenzt).
Die Schlange der Anstehenden ging übrigens bereits einmal um das ganze Gebäude.
Der Einlaß klappte dann auch problemlos: Einmal kurz die Kreditkarte überprüft, kurz abgetastet und drin waren wir und konnten Plätze in der zweiten Reihe links vor der Bühne ergattern.
So weit, so gut.

Wieder hieß es warten. Immer wenn man dachte „JETZT geht es los“, ertönte ein weiteres Lied aus den Boxen. Um kurz nach 21 Uhr ging dann endlich das Licht aus und der brummende Basston setzte ein. „ALRIGHT LONDON!!!!“

Der Vorhang fiel und da waren sie. Wenige Meter von uns entfernt standen Gene, Paul und Tommy vor uns, und Eric trommelte etwas weiter hinten. Wer hätte Anfang des Jahres gedacht, dass wir dieses Jahr in den Genuß einer KISS-Show kommen – ganz zu schweigen in einem 2500 Leute – Club! Ohne Vorband!!
Dieses Konzert war schon etwas ganz besonderes in unserer „Konzertkarriere“.
Die Setlist war nicht großartig neu, die neue Single „Hell or Hallelujah“ war jedoch dabei und „Makin’ Love“ hatte es auch in das Set geschafft.

Die Stimmung war von Anfang an famos. Auf polnisch: Der Chutte war an der Kochen! Gerade in den ersten Reihen war es sehr turbulent, die Menge ging mit, wie ich es bei Konzerten heutzutage selten erlebe. Trotzdem sind einige gute Fotos entstanden, die ihr Euch etwas weiter unten zu Gemüte führen könnt.
Die Show war etwas reduziert: Kein blutspuckender und kein fliegender Demon, kein fliegendes Starchild, dabei aber durchaus einige Pyros und Flammen und am Schluß watete man wieder knöcheltief in Konfetti.
Für KISS Verhältnisse war das Konzert mit 90 Minuten eine knappe halbe Stunde kürzer als üblich, dafür verzichtete Paul auf lange Ansagen und die Band ließ Lied auf Lied folgen und hat einfach gerockt.

Nassgeschwitzt taumelten wir nach der Show in die angenehme Kühle und durften uns dann schon wieder anstellen: In die Schlange vor der U-Bahn-Station. :- )
Allerdings ging dies dann zügig vonstatten, so daß wir relativ schnell wieder im Hotel waren und erschöpft, aber glücklich, unsere qualmenden Schuhe ausziehen konnten.

Fazit: Ein einmaliges Erlebnis! Die Götter haben es gut mit uns gemeint: Ein Tag früher wären wir noch nicht in London gewesen, und einen Tag später hatten wir schon Karten für Paul Heaton.

We wanted the best and we got the best!

KISS

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2 Antworten zu Vier Masken für ein (Hell or) Hallelujah

  1. Homer_S sagt:

    Ein toller Bericht mit tollen Fotos! Klasse!

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