Nackt, blind und taub

Roy Sanders freut sich heute abend hier zu sein

Am Freitag war es endlich so weit. Wir hatten uns schon lange auf diesen Tag gefreut, ihn aber auch etwas besorgt auf uns zukommen sehen. Denn nachdem wir uns im April köstlich amüsiert hatten, haben wir zwei Freunde überredet uns zu begleiten und zwei weiteren die Karten geschenkt, ohne zu verraten um was es ging. Und die drei sympathischen Tupen …äh falsche Gruppe… Typen, sind sehr lustig, aber auch etwas schräg und wir konnten nicht genau einschätzen, ob es unseren Freunden gefallen würde.

Zuerst einmal machten wir uns auf den Weg zur Autobahn, um uns von unseren beiden hessischen, und eingeweihten Freunden, abholen zu lassen. Nach einer turbulenten Fahrt kamen wir heil in Köln an. Eine Hälfte von uns sah sehr blass aus. ;-)
Zu viert ging es zum vereinbarten Treffpunkt, einem Restaurant in der Nähe des Wohnzimmertheaters um sich zu stärken und zu quatschen. Die andere Partei ließ nicht lange auf sich warten, so daß wir für beides genug Zeit hatten.

Früh genug gingen wir von dort aus weiter ins Wohnzimmertheater und fanden es genauso gemütlich vor, wie wir es in Erinnerung hatten. Der erste Eindruck kam auch bei unseren Freunden gut an. Wir setzten uns in die gemütlichen Sessel und vor der Show trafen dann noch zwei weitere vertraute Gesichter ein. Man kann fast sagen, daß wir den halben Zuschauerraum persönlich kannten.
Und dann kam er, Bert Kortheim schlurfte den Gang zur Bühne entlang. Schüchtern sagte er Roy Sanders, den King of Superparty, an und vervollständigt von Oleg Pop eröffneten die Drei einen lustigen Abend, bei dem es wieder kein Halten gab.

Die englischen Ansagen von Roy Sanders übersetzte Bert immer, aber nicht immer sinngemäß. Was teilweise zu großem Gelächter auch auf der Bühne führte. :-)
(Meine Lieblingsübersetzung des Abends: „Roy Sanders grüßt alle Bären im Publikum“.)
Auch wenn Roy der Star der Truppe ist und Oleg für monitäre Zuwendungen kleinere Arbeiten verrichtet, bekommt jeder seine Chance am Mikro.  Selten wurden Schlager und internationale Hits so lustig vergeigt.

Die Show der Funkstille zu beschreiben ist schwierig, denn sie entzieht sich jeder Schublade und ist kaum in Worte zu fassen.
Die Musik macht nur die Hälfte der Show aus, die andere Hälfte sind die improvisierten Moderationen, bei denen sich auch die Band an diesem Abend des Öfteren ein Lachen verkneifen mußte.  Und nicht zu vergessen die erotischen Tanzbewegungen vom King of Superparty während des gesamten Programms. Apropos tanzen, die Drei animieren an einer Stelle das Publikum zum mittanzen und gehen auch in den Zuschauerraum um sich (un)willige Personen herauszupicken. Unsere beschenkte Freundin kam in den Genuß, mit Herrn Kortheim das Tanzbein zu schwingen. :-)

Zum Abschluß wurde noch der neue Clip „Love is Air“ auf einer Leinwand gezeigt, dann ging die Hintergrundmusik leise und zusammen mit dem Licht an. Wir hatten eigentlich gedacht, es gäbe noch eine Zugabe, denn Roys Netzhemd kam gar nicht zum Einsatz, aber die Betreiber des Theaters sahen das wohl anders. Wie uns Roy hinterher bestätigte, hätten alle drei bereit gestanden, sich aber schnell in die Garderobe geflüchtet, als die Zuschauer aufhörten zu klatschen. Für sie war das Konzert an der Stelle ungeplant zuende. Genau wie für die Zuschauer nach dem Video.
Gut, daß wir darüber gesprochen haben.

Wie unser Freund an dem Abend schon richtig bemerkte, entweder man findet es urkomisch, oder man findet keinen Zugang. Zu unserem Glück und unserer Erleichterung fanden es alle mitgeschleiften Leute sehr, sehr lustig. Unser aller Zwerchfelle wurden an diesem Abend wieder stark beansprucht und wir sind sicher, daß wir nicht zum letzten Mal im Wohnzimmertheater und bei der Funkstille waren.
Karinsche hatten auch wieder Schwierigkeiten die Kamera gerade zu halten, aber darauf haben die Künstler keine Rücksicht genommen. Die Resultate findet ihr in der

Wohnzimmer-Galerie.

P.S.
Wer sich fragt, was der Titel zu bedeuten hat, auch der geht auf einen Übersetzungsversuch von Bert zurück.
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1 Antwort zu Nackt, blind und taub

  1. Eva sagt:

    Das Wohnzimmertheater ist urgemütlich … ganz besonders auch mit den „Drei crazy funkstillen Tüpen“.

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